Yeah! You know what? I disguist myself!

Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht einmal an den letzten Tag erinnern, an dem ich mich weder überfressen noch gekotzt habe. Anorektische Zeiten sind schon lange Vergangenheit, welche ich zugegebenermaßen zurücksehne und doch schaffe ich es nicht. Ist es ein "es sich einfach machen", ich schaffe es halt nicht zu sagen und weiter zu fressen?

Selbstbetrug ist eine Fertigkeit, die ich mir in all den Jahren nahezu bis zur Vollkommenheit angeeignet habe.

Wieder einmal bin ich an dem Punkt, an dem ein ab morgen aus mir heraussprudeln will, voller Eifer, Tatendrang und Überzeugung, aber ich werde es nicht sagen und versuchen, es auch schlichtweg nicht zu denken, der Weg scheint der Falsche zu sein, denn wieder starrt mich eineimmens hohe Zahl von der Waage aus an und die habe ich mehr als satt, es geht mir so schlecht, wie schon lange nicht mehr, mit fünf Kilo weniger habe ich mich wirklich wirklich besser gefühlt, auch wenn ich nicht annähernd an meinem Wunschgewicht angekommen war und mich noch imer klebrig, fett und hässlich fühlte, es ist ein Unterschied. Ja, auch eben in der Situation in der ich weniger wiege, gehe ich anders mit der Welt um, bin offener und bewege mich um einiges freier, so paradox es klingen mag, wenn man bedenkt, wie alle Esssgestörten unter verzerrter Selbstwahrnehmeung leiden sollen und es ja angeblich ach so egal sei, wie viel man tatsächlich wiegt, nein das ist es bei mir zumindest allemal nicht, es macht einiges aus!

13.10.13 23:07, kommentieren

Ablehnung

Ein den meisten Menschen sehr bekanntes Gefühl, ist die Furcht, Ablehnung zu erfahren. Daraus entstehen Verhaltens- und Denkmuster, Impulse werden maßgeblich dadurch beeinflusst. Gemocht zu werden ist ein starkes Bedürfnis des Menschen, welches zugleich ein ausschlaggebender Faktor für den Selbstwert ist.

Der Mensch ist also permanent auf der Hut, generell keinerlei Ablehnung zu erfahren, abgesehen von einigen Ausnahmen oder komplexen Denkstrukturen, die begünstigen, Ablehnung in Kauf zu nehmen oder zu provozieren, ist das Ziel demzufolge, Gefallen auszulösen, wie auch immer hier die individuellen Prioritäten gesetzt werden.

Die Angst vor  Ablehnung und die alleinige Vorstellung, jene zu erfahren, drückt sich in einem umfassenden negativen Gefühl aus. Tauchen in diesem Zusammenhang Menschen auf, die der ängstlichen Person nahe stehen, ist diese Angst umso größer und belastender, und ruft oftmals das Treffen  "falscher" Entscheidungen hervor und tragen dazu bei, eben jene Angst zu begründen, da die Handlungen grade ein Gefühl der Ablehnung im Gegenüber schüren.

Je größer,allumfassender und vereinnahmender sich diese Ängste und die daraus resultierenden Denk- und somit Handlungsfehler gestalten, desto größer wird also die Gefahr eine tatsächliche Ablehnung des Anderen zu erfahren.

Wenn dies soweit ist, sind die Betroffenen meist bereits in so festgefahrenen Beziehungskonstellationen gefangen, dass es oft unmöglich ist, die grundlegene Nähe wiederherzustellen. Der Ängstliche säät also durch das aus der Angst resultierende Verhalten die tatsächliche Bedrohung desselben Problems und erliegt hier einer Form der sich selbsterfüllenden Prophezeiung.

 

Und wenn man von jemanden, der einem verdammt wichtig ist,gesag bekommt, dass er keinerlei Interesse daran hat, Energie in jeglicher Form für einen aufzubringen, ist einem nicht nach Jubeln zu Mute... 

8.10.13 01:01, kommentieren

Ungeschönt

Zu diesem Blog habe ich mich in der Hoffnung entschieden, meiner Bulimie die Stirn zu bieten. 

Viel zu lange schon stecke ich in der ewigen Tretmühle fest und bewege mich weder vor noch zurück. Es ist an der Zeit der Krankheit ins Gesicht zu schauen und nicht länger schön zu reden,was ich veranstalte wird nihct weniger grausig nur weil es zu meinem Alltag geworden ist. Ich versuche fortan, ein Tagebuch zu führen,sei es auch noch so hässslich.

Vielleicht zeige ich mir selbst so einen neuen Weg auf und schaffe es, aus dieser klebrigen  Hölle zu entfliehen ...

8.7.13 13:43, kommentieren